MoonSand im Hospiz

Moon-Sand bietet einen Erprobungsraum für „low skill – high sensitivity“ – ein niedrigschwelliges taktiles Angebot, das Körper, Geist und Seele auf diversen Ebenen ansprechen kann. Der Sand lädt zum Bauen und Wühlen, Durchkämmen und Formen ein. Er ist ein Handschmeichler, der etwas bröselt. Er lässt Bilder vom Meer, von feinem, weißen Sand und das Rauschen des Meeres aufkommen. Er ist ein haptisches, sensitives Erlebnis. Er lädt zum Spielen ein. Das Spiel, das Spielerische, kann äußerst unter anderem nützlich für einen Perspektivwechsel, für Ablenkung, für Zutrauen in das eigene Können sowie für das Erspüren und das Gewahrwerden des eigenen Körpers sein.

Fühlmemory

Ein niedrigschwelliger gemeinschaftsbildende Prozess für eine kleine Gruppe kann darin bestehen, gemeinsam ein Fühlmemory aus Ton oder Salzteig anzufertigen. In wechselnden 2er-Personen-Konstellationen formt ein Teilnehmer das erste Memoryteil und die Partnerin formt es möglichst baugleich nach. Gerade in heterogenen Gruppen ist die Bezugnahme aufeinander, das achtsame Draufschauen und das Hinterfragen, wie ein Memoryteil geformt wurde (und was für das Gegenstück zu tun ist), ein Proberaum für wertschätzenden Umgang miteinander, für Zuhören und Kontaktaufnahme. Das Ergebnis ist ein Memory, in dem die Ideen jedes einzelnen Teilnehmers einfließen und die Bezugnahme der Teilnehmerinnen aufeinander spielerisch gemeinsam erfühlt werden kann.

Collagenarbeit mit musikalischer Begleitung

Im Rahmen eines Community Building Prozesses fertigen Schüler mit Hilfe musikalischer Begleitung Bilder an. Diese Bilder werden anschließend in Streifen geschnitten und zu einer Gesamtcollage gemeinsam zusammen gestellt. Die Schüler übten Achtsamkeit gegenüber Mitschülern und Werkstücken und erfuhren, dass aus gemeinsam zusammen gesetzten Einzelteilen Neues entstehen kann.

Kreatives Schreiben als Entwicklungsbegleitung

Sich im Bereich der Bildenden Kunst aktiv selbst schaffend zu betätigen, ist für viele Menschen ungewohnt und neu. Es bedarf Mut, sich auf einem weißen Blatt Papier mit gewählten Farben auszubreiten. Gerade Menschen, die gerne und viel kognitiv arbeiten, die das Wort und die Lyrik schätzen, bedienen sich gerne eben dieser Worte. Auch in professionellen Umgebungen, wie z.B. Unternehmen, ist die Bildende Kunst nicht selten ein fachfremdes Genre. Der Zugang aus dem Bereich der Poesie – im weiten Sinne – kann hier am ehesten als künstlerische Intervention ohne große Hürden ausprobiert werden. Das Storytelling kann hier eine leicht zugängige Intervention sein, denn Menschen können aus ihrem Berufsleben Geschichten erzählen. Das Storytelling kann hier eine neue Färbung erhalten – eine, die Phänomene vor Augen führt und einen Explorations- und Erprobungsraum für Vorstellungskraft und Transformation zulässt. Dabei führe ich Sie durch den kreativen Schreibprozess – den Inhalt leisten Sie. Hilde Domin spricht von dreierlei Mut, den ein/e Lyriker(in braucht: Mut zum Sagen, Mut zum Benennen und Mut zum Rufen.