Ein niedrigschwelliger gemeinschaftsbildende Prozess für eine kleine Gruppe kann darin bestehen, gemeinsam ein Fühlmemory aus Ton oder Salzteig anzufertigen. In wechselnden 2er-Personen-Konstellationen formt ein Teilnehmer das erste Memoryteil und die Partnerin formt es möglichst baugleich nach. Gerade in heterogenen Gruppen ist die Bezugnahme aufeinander, das achtsame Draufschauen und das Hinterfragen, wie ein Memoryteil geformt wurde (und was für das Gegenstück zu tun ist), ein Proberaum für wertschätzenden Umgang miteinander, für Zuhören und Kontaktaufnahme. Das Ergebnis ist ein Memory, in dem die Ideen jedes einzelnen Teilnehmers einfließen und die Bezugnahme der Teilnehmerinnen aufeinander spielerisch gemeinsam erfühlt werden kann.